[vc_row][vc_column][vc_column_text]Es ist eine ganz besondere Welt, die uns ohne die modernen Techniken der Fotografie verborgen bliebe: jene der Hochgeschwindigkeit, die für das menschliche Auge so erst wahrnehmbar wird. Es sind Bruchteile einer Sekunde, die im Foto festgehalten werden und einzigartige Effekte liefern. Bis man jedoch das gewünschte Bildergebnis erhält, bedarf es einer genauen Vorbereitung.

Bei der High-Speed Fotografie stellen sich nach und nach viele Fragen. Zuerst jene der generellen Herangehensweise. Wie kann ich erreichen, dass genau dieser Moment, genau dieser Bruchteil einer Sekunde festgehalten wird? Zunächst einmal muss man sich von dem generellen Vorgehen bei der herkömmlichen Fotografie verabschieden und die üblichen Konventionen über Bord werfen. Wenn ich erzähle, dass das unten gezeigte Bild mit zwei Sekunden Belichtungszeit aufgenommen wurde, reagieren viele erst mit Unverständnis.

WaterWigSetupMaßgeblich wichtig ist es, zu verstehen, dass bei einer High-Speed-Aufnahme nicht die Kamera, sondern die Blitze ausgelöst werden. Also muss man sich überlegen, wie die Blitze anzusteuern sind, um genau im richtigen Moment zu zünden. Außerdem hat die Wahl des richtigen Blitzes einen entscheidenden Einfluss auf die Aufnahme: normale Studioblitze mit einer minimalen Abbrenndauer von ca. 1/1000 Sekunde leuchten zu lange, um die schnellen Bewegungen einzufrieren. Daher verwende ich hierfür die Systemblitze Yongnuo YN-560 II, die bei einer minimalen Leistungseinstellung eine Leuchtdauer von ca. 1/16000 Sekunde erreichen – so lässt sich auch jede noch so schnelle Bewegung im Bild scharf festhalten.

Nun zur Frage, wie die Blitze ausgelöst werden. Hierfür bieten sich neben optischen und akustischen Systemen mehrere Möglichkeiten. Bei meinen Aufnahmen habe ich mit dem System der Firma Triggertrap gearbeitet. Ein Blitz-Adapter verbindet über einen Dongle den Blitz mit dem Handy, auf dem eine App arbeitet, die das Mikrofon des Telefons ansteuert. Wenn es nun beim Zerstechen des Ballons knallt, lösen die Blitze aus. Wichtig ist dabei, dass im Studio vollkommene Dunkelheit herrscht, um bei der langen Belichtungszeit von 2s keine Doppelbelichtungen durch Streulicht zu verursachen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]