Mit einem Ringlicht lässt sich ein besonderer Charakter ins Bild zaubern – jedem Betrachter fällt auf, dass hier nicht die klassische Studiobeleutung das Gesicht des Models erhellt, sondern etwas grundlegend verschieden ist. Als auffälligste Charakteristik des Ringlichts gilt wohl der kreisrunde Augenreflex, der, je nach Durchmesser der Leuchte, nur die Pupille oder aber auch Teile der Iris einschließt. Weitaus interessanter ist jeodoch die Wirkung des Lichts auf dem Gesicht des Models: Da es aus der Kameraachse kommt, ermöglicht es eine weitgehend schattenfreie Ausleuchtung aller Gesichtszüge. Ein großer Durchmesser der Leute unterstützt den ohnehin schon sehr weichen Charakter des Neonlichts.

Da es sich bei Ringleuchten um ein im Verhältnis zu Studioblitzen schwaches Dauerlicht handelt, kann man nicht mit den bei Blitzlicht gewohnten Kamerawerten arbeiten. Vielmehr muss man hier für eine korrekte Belichtung eine offene Blende nutzen –  der dann entstehende Schärfeverlauf im Gesicht kommt dem durch das Licht ohnehin schon spannenden Bild jedoch meist zugute. Nur übertreiben darf man es nicht, denn sonst läuft man Gefahr, den Effekt allzu schnell abzunutzen.

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